Archiv der Kategorie 'Seniorenheim'

Aug
22

Seit April arbeiten wir in einem Berliner Seniorenheim, dem Elisabeth-Diakoniewerk Niederschönhausen in Pankow,  innerhalb des Care Plus Programms der AOK Berlin-Brandenburg. Care Plus ist ein Projekt der AOK in Zusammenarbeit mit verschiedenen Pflegeheimen, um die Qualität der Behandlung zu verbessern und dadurch Kosten zu verringern und Krankenhauseinweisungen zu verhindern.

Was bedeutet Care Plus  für uns Therapeuten?

Dadurch, dass das Seniorenheim mit einer Physiotherapiepraxis, Logopädiepraxis  und Ergotherapiepraxis Kooperationen eingeht, kennen wir auch die Physios und Logos auf dem Wohnbereich und können uns besser absprechen.  Es arbeiten nicht viele verschiedene Therapeuten im Heim, sondern weniger, die aber besser auf dem Wohnbereich verankert sind. Das tut dem Verhältnis Pflege - Therapeuten auch gut. Man kennt sich und kann sich besser absprechen. Die bessere interdisziplinäre  Zusammenarbeit bedeutet auch verbesserte Kooperation zwischen den Therapeuten und den verordnenden Ärzten.  Dazu gibt es Teambesprechungen mit allen Therapeuten, der Pflege  und den Hausärzten, um die geeignete Behandlung für die Patienten zu finden. Dadurch können wir die Therapien besser auf den Patienten abstimmen und dadurch größere Erfolge erzielen.

Nach 3 Monaten kann ich ein positives Fazit ziehen. Trotzdem werden wir alles daran setzen, die Zusammenarbeit weiter zu optimieren. Das geschieht auch, indem wir interne Fortbildungen im Heim zum Rückengerechten Arbeiten oder zum Therapiekonzept der Basalen Stimulation u.a. geben.

Feb
04

Kleines mit oft großer Wirkung

Eine Therapieeinheit mit einer an Demenz erkrankten Patientin

Ich hole Frau S. aus dem Aufenthaltsraum ihres Pflegewohnheimes ab, wo sie in ihrem Rollstuhl sitzt und eine kleine Puppe in ihrer Hand begutachtet. Sie begrüßt mich mit einem Lächeln und nickt mir freundlich zu. Was sie zu mir sagt, ist leider nicht mehr verständlich. Auch weiß ich nicht, ob sie mich wiedererkennt.

Frau S. ist aufgrund ihrer fortgeschrittenen Demenzerkrankung nicht mehr in der Lage zu laufen, ihre kognitiven Fähigkeiten sind stark eingeschränkt. Sie weiß nicht mehr, dass ein Löffel zum Essen da ist und kann ihn dazu nicht mehr benutzen. Wohl aber weiß sie, dass ein Handtuch gefaltet und glatt gestrichen werden muss und tut dies auch, sobald sie eines in ihre stets aktiven Hände bekommt. Und genau diese Art von Bewegungen, Wahrnehmungen, Gedanken sind es, die in der Ergotherapie aktiviert werden, um erhalten zu bleiben und weiteres Vergessen und Verlernen zu verlangsamen.

Als Einstieg in das 30-minütige Hirnleistungstraining lege ich eine CD mit alten Schlagern ein und zu den Klängen von “In einer kleinen Konditorei” tanzen wir nun sitzend im Takt. Frau S. bewegt ihre Arme selbständig zur Musik und sie beschreibt dabei ein wesentlich größeres Bewegungsausmaß, als sie es sonst  in ihrem Stationsalltag tun würde (was sehr wichtig ist, damit die Gelenke nicht ihre Beweglichkeit verlieren). Sie strahlt. Vielleicht erkennt sie die Melodie.

Als nächstes setzen wir uns an den Tisch, wo ich Frau S. einen Ball zurolle. Sie ergreift und begutachtet ihn und rollt ihn mit Hilfestellung wieder zurück. Verschiedenartigste Bälle rollen so über den Tisch. Zumeist fängt sie diese gut auf und teilweise schafft sie es auch den jeweiligen Ball wieder zurückzurollen. Gefördert wird hierbei ihre Reaktion, Konzentration und als wesentlicher Punkt auch ihre Wahrnehmung - denn jeder Ball fühlt sich anders an.

Von außen mögen diese Tätigkeiten klein, vielleicht sogar nichtig erscheinen. Für Frau S. hingegen sind sie anspruchsvoll und wichtig. Denn sie schafft es mehrere Minuten eine Sache (den Ball) zu fokussieren, während sie sonst schnell abschweift. Dabei wird sie aktiv, bewegt sich zielgerichtet und in höherem Ausmaße als sonst. Zudem tritt sie in Interaktion und erhält über die Bälle und den gemeinsamen Tanz viele neue und altbekannte Wahrnehmungseindrücke.

Theresa Allweiss

Dez
26

Auch in der Weihnachtszeit machen wir natürlich Gruppentherapien mit biografischem Arbeiten, Liedersingen und haptischen Erlebnissen.

Zusätzlich habe ich aber dieses Jahr ein „Adventsliedersingen” in Seniorenheimen angeboten. Es wird meiner Meinung nach viel zu wenig gesungen. Wenige Menschen nehmen sich die Zeit, wirklich mehrere Lieder mit mehreren Strophen zu singen. Gerade die Adventszeit bietet Gelegenheit zu singen. Wir haben Liederbücher in Großschrift vorbereitet, die auch im Seniorenheim ohne Brille gut gelesen werden können. Ich begleite mit Gitarre. So sind stimmungsvolle Singestunden zu Stande gekommen. In acht Einrichtungen und zehn Wohnbereichen habe ich mit vielen Bewohnern gesungen - auch mit bettlägrigen Patienten oder Menschen mit Demenz. Es war immer ein sehr besonderes und bewegendes Erlebnis. Selten habe ich so strahlende Gesichter gesehen.

Ich wünsche auch Ihnen, liebe Leser des Blogs, in diese Sinne „Fröhliche Weihnacht überall” und einen ruhigen und entspannten Jahresausklang.

Andreas Bohmann

Herzlichen Dank an Kerstin Gürke für die Gestaltung des Plakats zum Adventsliedersingen.

Dez
15

Ergotherapie für Patienten im Wachkoma

Das Wachkoma (apallisches Syndrom) ist ein Zustand zwischen tiefer Bewusstlosigkeit (Koma) und bewusstem Wachsein. Ursächlich für das apallische Syndrom sind oft Unfälle sowie Wiederbelebung nach einem langen Herzstillstand.

Wachkomapatienten sind nicht ansprechbar, leiden oft an starken Spastiken und Störungen der taktil-kinesthetischen Wahrnehmung, fehlender Sitzstabilität und Kopfkontrolle. Manchmal ist eine künstliche Beatmung notwendig.

Die zwei wichtigsten ergotherapeutischen Behandlungskonzepte bei diesem Patientenkreis sind das Bobath Konzept und die Basale Stimulation. Beide zielen darauf ab, die Körperwahrnehmung zu verbessern oder zu erhalten. Für Patienten, die sich nicht mehr selbständig bewegen können, ist es wichtig, dass sie langsam und nachvollziehbar in andere Lagen und Positionen geführt werden. Jemand, der seinen Körper nicht mehr spürt, erhält mit unserer Hilfe taktile Informationen mit verschiedenen Materialien wie z.B. Stoff (trockene Lappen), Igelball, Bürsten oder auch vibrierenden taktilen Geräten. Weitere Ziele der Behandlung sind, je nach Bedürfnis der Patienten, die Kontraktur- und Dekubitusprophylaxe, Senkung des Muskeltonus, das Umsetzen und unterstützte Alltagsbewegungen (z.B.: mit der Hand des Klienten dessen Gesicht eincremen). Alles geschieht ganz langsam und fest, damit die Bewegung und Berührung nachgespürt, nachvollzogen werden können.

Wir arbeiten in verschiedenen Einrichtungen die auch Patienten im Wachkoma betreuen und pflegen. Dementsprechend haben Mitarbeiter ihre Fortbildung darauf ausgerichtet.

Ina Isabell Kreß

Dez
01

Zum Advent haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht: Unser Adventsmemory!!!!

Auf den Link klicken, runterladen und einfach im Fotoladen entwickeln lassen, fertig ist das große Adventsmemory.

http://picasaweb.google.de/andreas.bohmann/Weihnachtsmemory?authkey=Gv1sRgCM2R9ZW0nNWHLg#

Die Karten sind 10×10 cm groß und damit auch für Senioren gut geeignet. Die käuflich erhältlichen Memorys sind oft zu klein, so dass sie von schlecht sehenden Menschen nicht genutzt werden können.

Spielvarianten Memory:

Variante 1:Die bekannteste Variante ist das Bilderpaare suchen. Nachdem man alle Karten auf dem Tisch verdeckt verteilt hat, ist jeder abwechselnd dran, 2 Karten aufzudecken. Das Gedächtnis kann so wunderbar trainiert werden.

Variante 2: 5 Karten werden in eine Reihenfolge gelegt, gemerkt und umgedreht. Danach werden die anderen 5 Karten in der gleichen Reihenfolge in die zweite Reihe gelegt. Ob man sich die richtige Reihenfolge gemerkt hat, wird kontrolliert, indem die obere Reihe wieder aufgedeckt wird. Die Reihenfolge wird immer beibehalten. Dann kann die 6. Karte hinzugelegt werden, wieder umdrehen und die dazugehörigen Kartenpaare werden in die richtige Reihenfolge gelegt. Die Zahl der Karten kann man so lange erhöhen, bis man keine Kartenpaare mehr hat.  Oder bis die ersten Fehler gemacht werden. 10 Paare sind einfach, 20 ist schon schwierig. Schult Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Konzentration.

Variante 3: Karten nach Oberbegriffen sortieren: Ziel ist es alle Karten unter Oberbegriffe zu sortieren. Nicht ganz einfach, mit manchen Karten geht es auch nicht.

Variante 4: Karten abklatschen: alle Karten werden verdeckt auf dem Tisch aufgebreitet und abwechselnd aufgedeckt und offen gelassen. Wer jetzt zuerst auf die andere zugehörige Karte klatscht, kann beide Karten behalten. Das schult die Reaktionsfähigkeit und Aufmerksamkeit.

Andreas Bohmann

Okt
28

Ein Schwerpunkt der Gruppentherapie bei Menschen mit Demenz ist Biographiearbeit. Dazu haben wir als Gesprächsanregung Gruppenkartons zusammengetragen. Diese sind thematisch sortiert und befassen sich mit Themen wie Reisen, Urlaub, Schule, Feiertage, Küche, Kindheit, Berufe u.s.w. Diese Kartons enthalten jeweils lebensnahe Anschauungsobjekte, die zum Fühlen, Anschauen und Riechen einladen. Der Umgang mit alltäglichen Gegenständen und alten Dingen dient der Gesprächsanregung. Nicht wenige Patienten fühlen sich so ermuntert, aus ihrem Leben zu erzählen. Einige sind begeistert, wieder einmal Spiele in die Hand zu nehmen, die sie als Kind gespielt haben. Oder schweres Werkzeug, das sie von früher kennen. Aber auch Küchengeräte aus der „guten alten Zeit” oder neuste Silikonbackformen wecken Begeisterungsstürme oder ungläubiges Fragen. Die Gruppenteilnehmer kommen miteinander in Kontakt und lernen sich besser kennen. In allen Kartons befinden sich außerdem Arbeitsblätter sowie Fotos, Bilder und Liederbücher, um die Stunde abwechslungsreicher zu gestalten.

So gestaltet sich die Biographiearbeit immer sehr lebendig und abwechslungsreich und ist leider meist viel zu schnell vorbei.

Die Fotos geben einen kleinen Eindruck von unserem Material.

Andreas Bohmann

Okt
20

Viele Seniorenheime können wenig (An-)Reize  und Beschäftigung für ihre Bewohner anbieten. Die Pflegekräfte sind zeitlich so sehr in die Pflege eingebunden, dass eine Anregung für Freizeitaktivitäten und Beschäftigung kaum geleistet werden kann. Geringe Mobilität und nachlassende Kommunikationsfähigkeit vermindern die Möglichkeiten der Bewohner, ihren Interessen oder Beschäftigungen nachzugehen. Bewegung, Aktivität und Kommunikation ist aber notwendig für das Wohlbefinden und die Gesunderhaltung.

Die Gruppentherapie soll diese Lücke schließen. Bewährt haben sich Biografiearbeit, Gedächtnistraining sowie körperliche Aktivität und Bewegung und lebenspraktische Handlungen.

Ein Schwerpunkt der Gruppentherapien ist die Biografiearbeit, die wir mit unsern gestalteten Gruppenkisten abdecken. (Dazu nächste Woche mehr)

Musik und Bewegung (bestenfalls in Kombination) motivieren dazu, den ganzen Körper zum Einsatz zu bringen. So wird Bewegung weniger als Anstrengung empfunden, als es sonst im Alltag oftmals der Fall ist. Gerade durch zu wenig Bewegung werden die Bewohner unselbständiger und die Sturzgefahr vergrößert sich. Dem wirken wir in unseren Gruppen entgegen.  Altbekannte Melodien greifen außerdem verschiedene Stimmungen auf und schaffen einen neuen Zugang zum Menschen. So werden bekannte Lieder gemeinsam gesungen oder auch gehört, Schwungtücher genutzt, Rhythmen mit den Händen geklatscht oder „Musikreisen” unternommen.

Das Gedächtnistraining ist gestaltet als Raterunde und dem gemeinsamen Zusammentragen von Wissen und Erfahrungen. Es hilft miteinander ins Gespräch zu  kommen, sich zu erinnern, die Konzentration, Merkfähigkeit, Wortfindung und Flexibilität im Denken zu erhalten oder zu steigern. Dadurch wir auch die Auseinandersetzung mit dem gegenwärtigen Alltag gefördert.

Zu guter Letzt spielen auch lebenspraktische Beschäftigungen in der Gruppentherapie eine Rolle. Beispielsweise können die Patienten Kräuter verarbeiten, indem sie diese säubern, zupfen und zerkleinern. Mit wenig Aufwand entsteht so eine Kräuterbutter. Ermöglicht wird hierbei ein nachhaltiges Seh-, Riech- und Geschmackserlebnis, verknüpft mit dem Empfinden, einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen. Weitere Beispiele sind die Herstellung von Marmelade, Salaten oder Kompott.

Pflegeheime und Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz haben die Möglichkeit, Gruppentherapien bei uns zu buchen. Größe, Termin, Häufigkeit und das Ziel werden von der beauftragenden Einrichtung bestimmt. Am Ende des Monats wird dann eine Rechnung gestellt.

Die Heilmittelrichtlinien lassen aber auch zu, dass ein Arzt für seine Patienten in der Einrichtung Gruppentherapie verordnet. Die Gruppengröße ist dann auf 5 beschränkt.

Katharina Pohl

Okt
06

Wir schreiben nach jeder Verordnung  an den behandelnden Arzt eine kurzen  Therapiebericht über den Stand, die  erreichten Fortschritte und Ziele der Therapie. (außerhalb des Regelfalls nur einen im Quartal) Diese Therapieberichte können exemplarisch gut Auskunft auf die Frage geben: Was sieht  Ergotherapie konkret aus? Jede Therapie ist natürlich individuell angepasst, wird  also bei anderen Erkrankungen und Patienten ganz anders aussehen. Nur das übergeordnete Ziel der Selbstständigkeit ist gleich. Hier 3 Beispiele von Therapieberichten für Patienten im Seniorenheim:

Bsp 1: Patient mit beginnender Demenz: Die aktuelle Durchführung des Mini-Mental-Status-Tests (MMST) verstärkt die Hinweise auf eine fortschreitende  Altersdemenz.  Die nach dem Umzug in das Wohnheim verstärkt aufgetretene Orientierungslosigkeit und Unsicherheit soll durch die Tagesstrukturierung (Orientierungsgänge in Heim und Umgebung, Kalenderführung) gemindert werden. Ein Tagebuch und die Einrichtung eines Biografiebuches sollen helfen, die eigene Situation einzuordnen und mehr Gesprächsstoff mit der Umwelt zu bieten.

Bsp. 2: Patient nach Schlaganfall:  Herr S.  meistert mit geringer verbaler Hilfestellung den selbständigen tiefen Transfer (Umsetzen) auf die Bettkante und in den Rollstuhl. Eine Sicherheitsstellung ist aufgrund der ausgeprägten Ataxie (Störung der Bewegungskoordination) dennoch notwendig. Der größte Wunsch des Patienten ist es, mit dem Laufen eine Voraussetzung für die Mitgliedschaft in einer Wohngemeinschaft zu erfüllen. Hierfür sind die Stabilisierung des Rumpfes und die Minderung der Ataxie notwendig. So beinhaltet die Therapie vorwiegend alltagsorientierte ADL-Sequenzen (ADL: Aktivitäten des täglichen Lebens) und Übungen zur Rumpfstabilität, Sequenzierung der Bewegungen und Erweiterung der Standbeinphase. Letztgenannte werden auch Ziele der fortlaufenden Therapien sein.

Bsp. 3: Patient nach Schlaganfall: Ziel der Behandlungen war die Erweiterung des Bewegungsausmaßes, was mit Abduktion: 80° und Anteversion ca. 140° erreicht wurde. Weitere Übungen für Grob- und Feinmotorik, teilweise eingebunden in ein ADL-Training sollen helfen, die motorischen Kompetenzen zu festigen und zu erweitern.

Andreas Bohmann

Aug
04

Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin empfiehlt den niedergelassenen  Ärzten, mehr Gruppentherapie zu verordnen. Das begrüßen wir sehr. Gruppentherapie in Seniorenheimen hat z.B. das Ziel, der körperlichen und geistigen Aktivierung, der  Verhinderung von Erlebnisarmut sowie der Kommunikationsförderung.  Qualifizierte Gruppentherapie ist in jeder Senioreneinrichtung eine Notwendigkeit und wird auch von den meisten größeren Einrichtungen angeboten.

Wir bieten in Seniorenheimen verschiedene Gruppentherapien an. Gruppentherapie mit dem Schwerpunkt „Singen und Musizieren” oder „Gedächtnistraining”,  „Handwerksgruppen” oder ganz gezielte „Biographiearbeit für Menschen mit Demenz”.  Auch in „Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz” führen wir Gruppentherapie auf ärztliche Verordnung durch.

Selbstverständlich ist Gruppentherapie kein Ersatz für ergotherapeutische Einzelbehandlung. Einzeltherapie verfolgt das Ziel der  Verbesserung der Selbständigkeit, der Teilhabe des einzelnen Patienten und ist an jeden einzelnen Patienten individuell angepasst. Das kann Gruppentherapie nicht leisten.

Wir übernehmen gern die Durchführung  von Gruppen-und Einzeltherapien in den von uns versorgten Stadtbezirken. Sprechen Sie uns an!

Jul
19

Schulung für professionell Pflegende

Im Juli haben wir, Andreas Bohmann und Katja Schneider wieder eine Weiterbildung in einem Seniorenheim zum Thema ” Lagerung nach dem Bobath-Konzept” gehalten. Dies war ein Angebot für die Mitarbeiter der Einrichtung. Wir beide sind ausgebildete Bobath Therapeuten und wurden deshalb darauf angesprochen.

Ziel der vorgestellten Lagerungstechniken nach dem Bobath-Konzept ist es, den Betroffenen nach Schädigungen des Zentralen Nervensystems (nach z.B. Schlaganfällen, Hirntumoren oder Schädelhirntraumen), in eine muskelentspannende, schmerzfreie, spastiklösende Lage zu bringen. Gleichzeitig wird bei diesen Techniken die gelähmte Körperhälfte durch den entstehenden Druck bewusster wahrgenommen und eventuell vorhandene Ödeme reduziert oder ihnen vorgebeugt. Durch die Spastik reduzierende Lagerung werden ebenfalls Kontrakturen und Schmerzen vermieden  und die Dekubitusgefahr reduziert.

Innerhalb des Workshops konnten Fragen geklärt und Fallbeispiele besprochen werden.  So war diese Schulung für beide Seiten sehr bereichernd.

Auch für zu Hause pflegende Angehörige ist dieses Thema ein wichtiger Bestandteil ihrer Pflege.

Für Fragen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Katja Schneider

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