Feb
22

Für einen Ergotherapeut ist es selbstverständlich: In einem Spiel steckt mehr als reine Unterhaltung.

In jedem Bereich der Ergotherapie werden Spiele eingesetzt, um beispielsweise motorische Fähigkeiten zu verbessern, kognitive Fertigkeiten zu schulen, Wahrnehmungsleistungen zu steigern oder kommunikative Fähigkeiten zu stärken.

Eines der beliebtesten Spiele unserer Branche ist wohl das Solitär. Es ist ein Brettspiel, dass, wie der Name vermuten lässt (solitär ≈ einzeln) allein gespielt wird. Auf dem Spielfeld werden 32 Steine auf 33 Felder verteilt. Das mittlere Feld bleibt frei. Ziel des Spieles ist nun mittels Überspringen möglichst viele Spielsteine vom Feld abzuräumen. Dies erfordert unter anderem Konzentration, vorausschauendes und logisches Denken, sowie das Überblicken des Raumes und der Beziehungen im Raum.

Vorteil dieses Spieles ist seine Wandelbarkeit, die es dem Therapeuten erlaubt, es passend dem Ziel des Patienten anzupassen. So kitzelt ein großes Spielfeld große Bewegungen in Arm und Rumpf hervor, kleine Stecknadeln als Spielfiguren fördern die Feinmotorik, Spielsteine beklebt mit Stoffen und anderen Materialien aktivieren die Oberflächensensibilität, und, und, und.

Nur für die Verbesserung von sozialen und kommunikativen Fähigkeiten ist es für den Ergotherapeuten wahrscheinlich sinnvoller ein anderes Spiel zu wählen. Nichtsdestotrotz ist das Solitär ein echter “Allrounder”, bei dem das „Spielen auf Krankenschein” nicht nur Freude bereitet, sondern auch der Gesundheit und dem Therapieerfolg dienlich ist.

Theresa Allweiss

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