Jahreszielplanung der Ergotherapiepraxis Bohmann
Am letzten Samstag traf sich das ganze Team der beiden Standorte in der Praxis im Storkower Bogen, um die Jahreszielplanung für 2010 zu besprechen. Wie in den letzten 2 Jahren konnten wir wieder Frau Spenner-Güc (www.pro-fit-consult.de) für die Moderation und Organisation gewinnen.
Zuerst hielten wir Rückschau um zu sehen, welche Ziele wir 2009 erreicht haben. Die wichtigsten Ziele, die Konsolidierung der Praxis, nachdem wir einen zweiten Standort eröffnet haben, und die umfassende Renovierung und Neugestaltung der Praxis Schönstraße, haben wir erreicht. Auch haben wir uns innerhalb von Internen Fortbildungen in neue Tests für Kinder eingearbeitet und diese auch angeschafft.
Nach dem Rückblick ging es an die eigentliche Arbeit. So trugen wir in Kleingruppen zusammen, was gut im täglichen Ablauf funktioniert und was weniger gut funktioniert. Nach anschließender Diskussion kamen wir zu der Gewichtung der Themen. Dabei stellte sich heraus, dass wir Verbesserungsmöglichkeiten in der Befundaufnahme sehen und dort den Schwerpunkt im ersten Quartal legen werden. Es werden sich verschiedene Arbeitsgruppen bilden, die einzelne Befundbögen überarbeiten.
Das zweite Ziel ist es, die Behandlungen bei Patienten mit Demenz im häuslichen Umfeld zu verbessern und innerhalb der Praxis abgestimmter zu gestalten. Wir wollen noch besser und konkreter dazu beitragen, dass Menschen mit Demenz möglichst lange zu Hause leben können.
Weitere Ziele für das kommende Jahr sind der Ausbau des Kurszentrum 65+ und die Verbesserung der Angebote für Eltern und Kinder in der Praxis im Storkower Bogen.
Nach 7 Stunden konstruktiver und produktiver Arbeit waren wir aber doch sehr froh, als wir alle Ziele mit Daten festgelegt hatten und in das Wochenende gehen konnten. Über die Umsetzung der Ziele werden wir Sie über den Blog auf dem Laufenden halten.
Andreas Bohmann
Das letzte Thema unserer internen Fortbildungsreihe war die praktische Umsetzung des Bobath-Konzeptes.
Nach einem Schlaganfall leiden viele Patienten unter spastischen Lähmungen einer Körperhälfte. Die inhibitorische Mobilisation der oberen Extremität ist eine gute Technik zur Entspannung der oft stark im spastischen Muster angespannten Muskulatur. Dabei werden die betroffenen Muskeln bei gleichzeitiger (passiver) Bewegung ausgestrichen. Ebenso die Wahrnehmung, die Durchblutung und der Stoffwechsel werden dadurch angeregt und nachfolgende Bewegungsübungen können durch die geminderte Muskelspannung viel leichter durchgeführt werden.
Und so wurden auch die Muskeln der Teilnehmer unter Anleitung von Falko Rein im Verlauf des Abend immer lockerer - denn die praktische Anwendung der Technik stand im Mittelpunkt dieser Fortbildung.
Da das Bobath-Konzept vielseitig und für die ergotherapeutische Behandlung neurologischer Patienten sehr wertvoll ist, wird in den kommenden Wochen eine weitere Fortbildung dieses Konzept vertiefen.
Theresa Allweiss
Interne Fortbildungsreihe Neurologie
Nach Themen aus Orthopädie, Geriatrie und Pädiatrie nähert sich die interne Fortbildungsreihe nun dem Fachgebiet der Neurologie an und wir trafen uns vorige Woche in der Praxis im Storkower Bogen.
Das sogenannte Perfetti-Konzept ist ein Behandlungskonzept zur Rehabilitation neurologischer Patienten, das der italienische Arzt Prof. Dr. Carlo Perfetti begründet hat.
Grundlage bildet die Vorstellung, dass Bewegung ein kognitiver Prozess ist, für den die Wahrnehmung unablässig ist. Jede Bewegung wird in Gedanken begonnen, Muskeln bekommen vom Gehirn die Aufforderung sich zu bewegen.
Um normale physiologische Bewegungen wieder zu erlernen und/oder pathologische Elemente zu vermeiden, werden klar strukturierte Übungen durchgeführt. Auch wenn wir Therapeuten das Konzept der kognitiv-therapeutischen Übungen aus der Ausbildung kennen, war es spannend, auch von den Erfahrungen zu hören. Falko Rein zeigte an diesem Abend, wie und mit welchem Therapiematerial diese kognitiv-therapeutische Übungen durchgeführt werden können. Er erklärte die drei aufeinander aufbauenden Grade der Behandlung, bei denen Bewegung, Wahrnehmung und Aufmerksamkeit gleichermaßen wichtig sind.
Durch das Durchspielen der einzelnen Übungen unterschiedlicher Grade wurde den Teilnehmern viel praktisch anwendbares Wissen übermittelt und neue Ideen für die Umsetzung des Konzepts an die Hand gegeben.
Theresa Allweiss
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"venezianische Nase"
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Perfetti Material
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Bastoncini